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Hochschulsprachprüfung (DSH)

Teilnahmevoraussetzungen, Prüfungsteile, Prüfungsablauf, Ergebnis der Prüfung, Wiederholung der Prüfung, Befreiung, andere Nachweise, Prüfungsbeispiel

Die Hochschulsprachprüfung

(DSH)

Studienbewerber/innen, die ihre Studienqualifikation nicht an einer deutschsprachigen Einrichtung erworben haben, müssen vor der Aufnahme des Fachstudiums folgende Bedingung erfüllen: Sie müssen nachweisen, dass sie die Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen, die für ihren Studiengang erforderlich sind. Der Nachweis erfolgt durch das Bestehen der DSH.
Die offizielle Bezeichnung für die DSH lautet: "Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang" (DSH).

Die DSH ist spätestens ein Jahr nach Zulassung oder Einschreibung für den studienvorbereitenden Deutschkurs abzulegen.

Andere Nachweise über die erforderlichen Deutschkenntnisse (Feststellungsprüfung und TestDaF) werden unter 6. angegeben.

1. Voraussetzungen für die Teilnahme an der DSH

An der DSH können nur diejenigen teilnehmen,

a) die Deutschkurse des Lehrbereichs "Deutsch als Fremdsprache" besuchen und ein Zeugnis von Deutsch IV (CEF B2.2) der Universität zu Köln haben (Teilnahme bei Besuch der studienvorbereitenden Deutschkurse),


b) die einen Zulassungsbescheid für das Fachstudium erhalten haben, die DSH aber noch ablegen müssen und sehr gute Mittelstufenkenntnisse (Goethe-Zertifikat C1 ZMP - Note: sehr gut) nachgewiesen haben. (Teilnahme ohne Besuch der studienvorbereitenden Deutschkurse).

Alle Teilnehmer/innen der DSH müssen sich vor der Prüfung im Lehrbereich "Deutsch als Fremdsprache" der Universität zu Köln zur DSH anmelden. Genaue Informationen über die Prüfungs- und Anmeldetermine erhalten Sie in der Abt. 92 des Dezernats 9 - Internationales (International Office) bzw. im Sekretariat des Lehrbereichs "Deutsch als Fremdsprache".

Zur DSH wird nicht zugelassen, wer an einer anderen Hochschule oder an einem Studienkolleg die DSH endgültig nicht bestanden hat.

2. Prüfungsteile und Prüfungsablauf

Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil, die an zwei verschiedenen Terminen stattfinden. Die schriftliche Prüfung findet vor der mündlichen Prüfung statt.

2.1 Schriftliche Prüfung

Der schriftliche Teil der DSH besteht aus folgenden Teilen :

a) Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes,
b) vorgabenorientierte Textproduktion,
c1) Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes,
c2) Verstehen und Bearbeiten wissenschaftssprachlicher Strukturen.

(a) Verstehen und Verarbeiten eines Hörtextes

In diesem Teil sollen die Teilnehmer/innen zeigen, dass sie Vorlesungen und Vorträgen aus dem wissenschaftlichen Bereich mit Verständnis folgen, sinnvoll Notizen dazu anfertigen und damit arbeiten können.

Der Hörtext wird insgesamt zweimal vorgetragen. Nach dem ersten Vortragen des Hörtextes wird ein Blatt mit Aufgaben verteilt. Die Teilnehmer/innen haben 10 Minuten Zeit, das Aufgabenblatt durchzulesen und die Aufgabenstellungen mit ihren Notizen zu vergleichen. Danach wird der Hörtext ein zweites Mal vorgetragen, wobei nun zwischen den einzelnen Abschnitten kleine Pausen gemacht werden.

Zu dem Hörtext werden Aufgaben gestellt wie z.B. :

  • Erstellung einer Gliederung in nominalisierter Form (Formulieren von Überschriften für einzelne Abschnitte)
  • Beantwortung von Fragen

Die Bearbeitungszeit beträgt 40 Minuten.

(b) vorgabenorientierte Textproduktion

In diesem Teil sollen die Teilnehmer/innen zeigen, dass sie in der Lage sind, sich selbstständig und zusammenhängend zu einem an Vorgaben gebundenen Thema zu äußern. Es werden 5 Vorgaben gemacht, zu denen die Teilnehmer/innen entsprechende Gedankengänge entwickeln müssen.

Die Bearbeitungszeit beträgt 70 Minuten.

(c1)  Verstehen und Bearbeiten eines Lesetextes

In diesem Teil sollen die Teilnehmer/innen zeigen, dass sie einen vorgelegten schriftlichen Text verstehen und sich damit auseinandersetzen können.

Zu dem Lesetext werden Aufgaben gestellt wie z.B.

  • Formulieren von Überschriften für einzelne Abschnitte,
  • Beantwortung von Fragen,
  • Erklärung eines Begriffs, der im Lesetext vorkommt,
  • Erklärung einer Textstelle,
  • Erklärung der Funktion einzelner Ausdrücke (Herstellung von Bezügen).

Die Bearbeitungszeit beträgt 1 Stunde.

(c2) Verstehen und Bearbeiten wissenschaftssprachlicher Strukturen

In diesem Teil sollen die Teilnehmer/innen zeigen, dass sie wissenschaftssprachlich relevante Strukturen auf der Basis eines Textes beherrschen, d.h. dass sie sie erkennen, verstehen und anwenden können.

Konkret bedeutet dies, dass einzelne Sätze anhand sprachlicher Vorgaben (ohne dass eine spezielle Grammatik-Terminologie verwendet wird) in inhaltlich entsprechende sprachliche Strukturen umgeformt werden sollen.

Die Bearbeitungszeit beträgt 30 Minuten.

Die gesamte schriftliche Prüfung dauert mindestens drei, höchstens vier Zeitstunden mit einer Pause zwischen den Teilen (b) und (c).

Hinweise zur schriftlichen Prüfung

Schreibpapier wird den Teilnehmern/Teilnehmerinnen der Prüfung zur Verfügung gestellt. Es ist lediglich geeignetes Schreibgerät mitzubringen: blauer oder schwarzer Kugelschreiber (mit Ersatzmine !). Die Prüfungsarbeiten dürfen nicht mit Bleistift geschrieben werden.

Wörterbücher oder andere Hilfsmittel dürfen bei der schriftlichen Prüfung nicht benutzt werden und daher auch nicht in den Prüfungsraum mitgebracht werden. Taschen, Mäntel oder Jacken sind vor Beginn der Prüfung an der Garderobe abzugeben.

Es ist grundsätzlich verboten, Handys in den Prüfungsraum mitzunehmen.

2.2 Mündliche Prüfung

In der mündlichen Prüfung sollen die Teilnehmer/innen nachweisen, dass sie studienrelevante sprachliche Handlungen wie z.B. Erörtern, Bewerten, Exemplifizieren und Informieren spontan, fließend und angemessen ausführen und rezipieren können. Außerdem sollen sie imstande sein, mit relevanten Interaktionsstrategien wie z.B. Sprecherwechsel, Kooperieren und um Klärung bitten umzugehen.

Die mündliche Prüfung findet in der Form eines Prüfungsgesprächs statt und dauert 20 Minuten. Grundlage der mündlichen Prüfung sind in der Regel kurze Zeitungstexte, auf die sich die Teilnehmer/innen ca. 20 Minuten vorbereiten können. Für diese Vorbereitung wird ein einsprachiges Wörterbuch des Deutschen zur Verfügung gestellt.

3. Ergebnis der Prüfung

Das Gesamtergebnis der Prüfung wird festgestellt:

  • als DSH-1, wenn sowohl in der schriftlichen als auch in der mündlichen Prüfung mindestens 57% der Anforderungen erfüllt wurden,
  • als DSH-2, wenn sowohl in der schriftlichen als auch in der mündlichen Prüfung mindestens 67% der Anforderungen erfüllt wurden,
  • als DSH-3, wenn sowohl in der schriftlichen als auch in der mündlichen Prüfung mindestens 82% der Anforderungen erfüllt wurden.

Voraussetzung für die Zulassung zum Fachstudium an der Universität zu Köln ist, dass die DSH mit dem Gesamtergebnis DSH-2 bestanden wurde.

Im Anschluss an die mündliche Prüfung wird der Teilnehmerin/dem Teilnehmer das Gesamtergebnis der Prüfung mitgeteilt.

Über die DSH wird ein Zeugnis ausgestellt, das das Gesamtergebnis aus mündlicher und schriftlicher Prüfung als DSH-3, DSH-2 oder DSH-1 ausweist. Dabei werden die in den einzelnen Prüfungsteilen erreichten Ergebnisse angegeben. Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht wurde.

Liegt das Gesamtergebnis unterhalb der DSH-1, kann auf Antrag eine Bescheinigung ausgestellt werden.

4. Wiederholung der Prüfung

Die DSH kann in der Regel einmal wiederholt werden.

5. Befreiung von der Prüfung

Die Befreiung von der Hochschulsprachprüfung (DSH) muss in der Abt. 92 des Dezernats 9 - Internationales (International Office) beantragt werden. Über den Antrag entscheidet der Leiter des Lehrbereiches "Deutsch als Fremdsprache".

Wenden Sie sich dann bitte an: Universität zu Köln, Dezernat 9 - Internationales (International Office), Albertus-Magnus-Platz, 50923 Köln

Von der DSH befreit sind z. B:

  1. Bildungsinländer/innen,
  2. Studienbewerber/innen, die die DSH mit dem Gesamtergebnis DSH-2 oder DSH-3 an einer anderen deutschen Hochschule abgelegt haben,
  3. Inhaber/innen des Zertifikats telc Deutsch C1 Hochschule,
  4. Studienbewerber/innen, die das Goethe-Zertifikat C2: Großes Deutsches Sprachdiplom (GDS) besitzen,
  5. Studienbewerber/innen, die ein Sekundarabschlusszeugnis aus dem Großherzogtum Luxemburg besitzen,
  6. Studienbewerber/innen, die das Abschlusszeugnis der Oberstufe des Sekundarunterrichts aus der deutschsprachigen Gemeinschaft des Königreichs Belgien besitzen.

6. Andere Nachweise über die erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache

Als Nachweise über die Deutschkenntnisse, die für die Aufnahme eines Fachstudiums erforderlich sind, werden anerkannt:

a) der im Rahmen der Feststellungsprüfung an Studienkollegs bestandene Prüfungsteil "Deutsch",

b) ein TestDaF-Zeugnis, das in allen vier Prüfungsteilen mindestens die Stufe 4 (TDN 4) ausweist.

c) das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz - Zweite Stufe (DSD II).

7. Prüfungsbeispiel

Interessierte können ein aktuelles Prüfungsbeispiel im Sekretariat des Lehrgebiets "Deutsch als Fremdsprache" erhalten.